Cumaná

Blick über CumanáCumaná (250.000 Einwohner) Hauptstadt des Staates Sucre, liegt strategisch günstig am südwestlichen Ende des Golfs von Cariaco, beherbergt eine große Thunfischfangflotte und ist nach Puerto La Cruz der zweitwichtigste Passagierhafen Ost-Venezuelas. Die Universitätsstadt bietet in ihrem kolonialen Zentrum, das sich entlang des mündungsnahen Abschnitts des Río Manzanares erstreckt, auf engem Raum eine Reihe von bemerkenswerten Baudenkmälern. Cumaná ist freundlicher und lebhafter als Barcelona und wirkt im Vergleich zu dem hektischen Puerto La Cruz zumindest im Zentrum beschaulich.

Als offizielles Gründungsjahr Cumanás wird 1569 angegeben. Tatsächlich wurde hier jedoch im Jahre 1515 die erste spanische Siedlung auf venezolanischem Boden errichtet. Die Stadt trägt deshalb zu Recht das Prädikat "Primogénita del Continente".

Der Name Cumaná ist indianischen Ursprungs und setzte sich noch in der ersten Hälfte des 16. Jh. Gegenüber anderen Bezeichnungen wie Nueva Toledo und Nueva Córdoba durch. 1854 wurde die Stadt von einem verheerenden Erdbeben heimgesucht, in dessen Folge sich Pocken, Gelbfieber und Cholera unter der Bevölkerung ausbreiteten. Damals entdeckte der französische Arzt und Naturforscher L. D. Beauperthuy, der 33 Jahre lang als Lehrer und Wohltäter der Armen in der Stadt wirkte, unter dem Mikroskop den Erreger der Cholera.

Zentrumsnah am Ostufer des Río Manzanares liegt der alte Markt (Mercado Principal), der für sein Angebot an Hängematten und handgerollten Zigarren bekannt ist. Der Zugang zum kolonialen Zentrum eröffnet sich von der Plaza Miranda aus. In nördlicher Richtung entlang der Av. Humboldt schließen sich ihr der gepflegte Parque Ayacucho und das in einem weißgetünchten Kolonialbau mit umlaufendem Balkon untergebrachte Museo del Mariscal Antonio José de Sucre an (Dokumente, Fotos, Gemälde, Orden und Mobiliar aus dem Leben des Generals). Die neoklassische Kathedrale nimmt die Nordwestseite der Plaza Andrés Eloy Blanco ein. Das Geburtshaus des größten Dichters der Stadt liegt allerdings nicht an diesem nach ihm benannten Platz, sondern an der Plaza Bolívar. Das gefällige Gebäude wurde in ein Museum umgewandelt und dient auch als Kulturzentrum. Einen besonders guten Eindruck von der Kolonialarchitektur Cumanás vermittelt die am fuße des Berghügels gelegene schmale C. Rivero.

Im Südwestabschnitt der Av. Sucre stößt man auf die Hauptkirche der Stadt, die 1572 von den Franziskanermissionaren gegründete Iglesia de Santa Inés. Die hl. Agnes wird von den Einwohnern verehrt, weil sie die Stadt vor einem Angriff mehrerer hundert Indianer in Schutz genommen haben soll. Im Garten der Kirche befinden sich die Ruinen des zwischen 1669 und 1673 errichteten Castillo de Santa Mará de la Cabeza.

Das Castillo de San Antonio de la Eminencia liegt in beherrschender Position auf einer natürlichen Anhöhe und gewährt einen umfassenden Blick über die Stadt und das Meer bis zur Halbinsel Araya und zur Isla Margarita. Den tiefsten Eindruck hinterläßt ein Besuch bei Sonnenuntergang. Der Bau diente, ebenso wie das Kastell von Araya, dem Schutz der Salinen auf der vorgelagerten Halbinsel vor holländischen und englischen Piraten. Die sternförmige Anlage wurde Mitte des 17. Jh. Von Architekten aus Cartagena entworfen. Mehrere Naturkatastrophen, zuletzt das gewaltige Erdbeben 1929, haben dem Bau Schäden zugefügt, die bis heute nicht vollständig beseitigt worden sind.

Lastminute-Express.de - Lastminute-Reisen online buchen!

Tip der Woche | Schnäppchen | Lastminute&Restplätze | Linienflüge weltweit | Mietwagen | Ferienhäuser | Reiseversicherung
 


Immobilien, Wohnungen, Häuser, Grundstücke, Appartments, Condos, Ferienobjekte, auf der Isla Margarita in Venezuela, Nueva Esparta, Real Estate, Inmuebles,
WebCam, Hotels, Flugverbindung, Tourbeschreibung, Insel-Touren, Festlandtouren, Karten und Pläne, Historisches, Daten & Fakten, Tipps & Links, Windsurfen, Tauchen, Einkaufen, Lokalszene, Forum, Medien, Lesen und viel Meer...