Puerto La Cruz

Puerto La Cruz (300.000 Einwohner) ist eine weitgehend geschichtslose Stadt. Mit der Entdeckung der reichen Fischgründe um die vorgelagerten Chimana-Inseln erlangte der Ort um 1800 erstmals eine gewisse Bedeutung als Handelsplatz. Der Aufstieg zur Wirtschaftsmetropole setzte jedoch erst mit der Ausbeutung der Ölfelder Ostvenezuelas und der Verlegung einer Pipeline zu dem östlich der Stadt gelegenen Verladehafen Guanta ein. Etwas zur gleichen zeit wurde der an einer weiten Bucht gelegene Ort für den Fremdenverkehr entdeckt.

Die touristische Bedeutung der Stadt beruht zum einen auf ihrer Funktion als Sprungbrett zur Ferieninsel Margarita, zum anderen auf den vielen langgezogenen Stränden, den hervorragenden Wassersportmöglichkeiten und der weit entwickelten Hotellerie. Man hat ihr daher den Beinamen "Acapulco Venezuelas" gegeben; so mondän wie in dem mexikanischen Modebad am Pazifik sind die Ferieneinrichtungen aber nicht. Hauptachse des Tourismusbetriebs ist, tagsüber wie bei Nacht, der Paseo Colón, der sich vom Meliá Hotel im Osten bis zum Pier der Fährschiffe an der C. Anzoátegui im Westen über rund 2,5 km erstreckt. Der mit Hotels, Restaurants und Boutiquen gespickten Uferstraße sind die Promenade und der gepflegte Strand vorgelagert, an dem man sogar noch Muscheln sammeln kann.
 

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