Drogen

Traditionell kommen die meisten Drogen aus Kolumbien, die für Europa und die USA bestimmt sind, durch Venezuela. Die Kontrollen an den Grenzübergängen und den Kontrollstellen der Polizei und Nationalgarde im Land (Alcabala) sind deshalb sehr streng. Es ist auch zu beachten, daß das venezolanische Gesetz keinen Unterschied zwischen harten und weichen Drogen macht. Die Strafe für Besitz von Marihuana ist die gleiche, wie für den Besitz von Kokain oder anderen Drogen.

Jeder, der mit Drogen erwischt wird, geht, unabhängig von der Menge, unmittelbar ins Gefängnis. Die Polizei kann Personen bis zu 8 Tagen festhalten, bevor es zur Gerichtsverhandlung kommt.

Auf den Besitz von 1 kg Kokain stehen 10 bis 20 Jahre Gefängnis. Bei den Bedingungen in venezolanischen Gefängnissen ist das wirklich kein Spaß.

Mehr als 70 Häftlinge alleine aus europäischen Ländern mit Strafen von 10-20 Jahren sitzen im Inselknast in San Antonio und warten dort unter unvorstellbaren Zuständen auf die heissersehnte Auslieferung ins Heimatland, was aber auch meist Jahre dauert.

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