Transport/Verkehrsmittel

Die größte nationale Fluggesellschaft, die fast alle wichtigen Destinationen innerhalb Venezuelas anfliegt, ist Avensa (und ihr Ableger Servivensa). Daneben gibt es noch ungefähr ein halbes Dutzend kleinerer Unternehmen, darunter Aserca, Aeropostal, Laser und Avior, die verschiedene Regionen bedienen. Da es in Venezuela kein Eisenbahnnetz gibt, stellt der Bus in den meisten Teilen des Landes das Hauptverkehrsmittel dar. Die öffentlichen Busse sind in der Regel schnell, zuverlässig und bequem. Vom Hauptbusbahnhof in Caracas fahren zahlreiche Busse in fast jede Ecke des Landes und da die Konkurrenz groß ist, sind die Preise durchaus erschwinglich.

Mit einem gemieteten Motorrad oder Auto ist man besonders flexibel, aber dieser Luxus kostet eine Stange Geld. Außerdem nimmt man es in Venezuela mit den Verkehrsregeln nicht so genau, wodurch sich der Ausflug auf die Straße für landesunkundige Fahrer recht abenteuerlich gestalten kann. Es gibt zahlreiche Wach- und Polizeiposten, an denen gehalten werden muss, und Reisende sollten unbedingt den Anweisungen Folge leisten und darauf gefasst sein, ihre Papiere vorzeigen zu müssen oder durchsucht zu werden.

Im Nahverkehr sind vor allem billige, aber meistens überfüllte Busse sowie preiswerte Sammeltaxis im Einsatz. Caracas besitzt ein modernes, effizientes und preisgünstiges U-Bahnnetz.

Nationale Fluglinien:

  • Avior
    Tel.: 800-28467

  • LASER
    Tel.: 02-2356181

  • LAI
    Tel.: 02-7635035

  • RUTACA
    Tel.: 095-2639236

Flugzeugcharter
  • Servicios Aereos, Puerto La Cruz, Tel.: 081-653371
  • Air Global, Caracas, Tel.: 02-2838009

Es ist weder schwierig noch teuer, Venezuela auf dem Landweg zu entdecken. Die Straßen in Venzuela sind in gutem Zustand, und öffentliche Verkehrsmittel sind ausreichend vorhanden.


Mit dem Bus


Busse sind die billigste Möglichkeit, in Venezuela zu reisen. Es gibt zwei verschiedene Sorten, die normale (regular) und die erste Klasse (ejecutivo). Ejecutivo-Busse sind größer, schneller, direkter und komfortabler, teilweise mit Video in englischer Sprache mit spanischen Untertiteln. Sie haben normalerweise Klimaanlagen und sind besonders bei Nacht sehr kalt. Es empfiehlt sich bei längeren Reisen warme Kleidung oder eine Decke mitzunehmen. Normale Busse kosten etwa 2 US$ pro Fahrstunde, die Ejecutivo-Busse sind etwa 20% teurer, diese Mehrausgabe loht sich aber auf jeden Fall.

Überlandbusse fahren von den terminales de pasajeros (Busbahnhöfe) ab, die in jeder Stadt zu finden sind. Caracas hat zwei Haupt-Busbahnhöfe (La Bandera und El Oriente), von denen aus man in alle Landesteile fahren kann. Einige Busgesellschaften haben auch private Busbahnhöfe. Platzreservierungen sind normalerweise nicht notwendig, während der Ferienzeiten ist man jedoch gut beraten, wenn man sein Ticket schon etwas früher kauft. In den Preisen unterscheiden sich die verschiedenen Gesellschaften kaum.
Auf längeren Fahrten halten die Busse öfter an Restaurants oder Raststätten an.

Städtische Busse sind die am meisten benutzten Verkehrsmittel in Städten und Dörfern und sie zirkulieren zu Hunderten. Sie haben keinen bestimmten Fahrplan, fahren aber auf festen Routen und sind sehr preiswert (zwischen 0,20 und 0,50 US$ pro Fahrt). Sie halten sehr oft an und sind meistens brechend voll. Man kann entweder an einer Bushaltestelle (parada) auf einen Bus warten, oder aber man hält einfach einen vorbeifahrenden Bus per Handzeichen an.

 

Mit dem Por Puesto

Por puestos sind eine Art Taxi und fahren als normale Autos oder Minibusse, sowohl in Städten, als auch über Land. Man kann sie an ihren gelben Nummernschildern mit der Aufschrift Por Puesto erkennen. Sie sind deutlich billiger als normale Taxis, aber etwa doppelt so teuer wie Busse. Der Fahrpreis ist normalerweise festgelegt, manche versuchen aber immer wieder mehr zu verlangen, besonders nach Einbruch der Dunkelheit, oder wenn man viel Gepäck bei sich hat. Por puestos haben keine festen Fahrpläne. Sie warten in den Busbahnhöfen, bis genügend Passagiere da sind, um das Auto zu füllen. Man kann sie auch unterwegs auf der Straße anhalten, vorausgesetzt sie haben einen Platz frei.

Mit dem Taxi


Taxis zirkulieren in ganz Venezuela im Überfluß. Taxameter sind nicht üblich, es ist daher empfehlenswert, den Fahrpreis vorher auszuhandeln. Wenn man etwas spanisch spricht, kann man die Einheimischen nach den üblichen Tarifen fragen. In den Städten kosten Taxifahrten je nach Entfernung zwischen 3,- und 10,- US$. Man findet häufig auch private Fahrzeuge (piratas), die mehr oder weniger illegal als Taxis arbeiten. Vorsicht mit solchen Fahrern. Sie können teilweise etwas billiger als normale Taxis sein, sind aber nicht immer ehrlich. Offizielle Taxis sind an Ihren gelben Nummernschildern zu erkennen, auf denen Libre oder Taxi steht.

Mit der Eisenbahn

Das Eisenbahn-System in Venezuela wurde in den letzten Jahren vergrößert, wird aber hauptsächlich für die Industie benutzt. Es gibt eine einzige Route von Barquisimeto (Lara) nach Puerto Cabello, die für Personenverkehr genutzt wird. Es ist eine Strecke von 175 km und die Fahrt dauert 3 Stunden. Die Züge fahren 2x täglich in beide Richtungen von Montag bis Freitag, am Wochenende und in der Ferienzeit 3x täglich.

Caracas hat ein modernes und effizientes U-Bahn-System mit Klimaanlagen, und  verbindet alle Teile der Stadt. Die Fahrten sind sehr günstig und kosten nur etwa US$ 0.60 pro Station.

Unabhängige Überlandfahrten

Venezuela hat ein gutes Straßensystem. Alle größeren Städte sind mit Schnellstraßen verbunden, und die meisten wurden in den letzten 2 Jahren renoviert. Auf diesen Schnellstraßen wird eine Gebühr erhoben, die aber nicht all zu teuer sind, die Preise bewegen sich  zwischen US$ 0,30 - 0,50. Benzin ist extrem billig und kostet nur etwa US$ 0,10 pro Liter. Die Verkehrspolizei (Vigilancia Transito) ist dem Transportministerium unterstellt und patroulliert regelmässig auf den Autobahnen. Außerdem trifft man bei Überlandfahrten immer wieder auf Kontrollstellen der Polizei oder Nationalgarde, die sogenannten Alcabalas, an denen Gepäck und Personenkontrollen durchgeführt werden.

Man sollte vorsichtig sein, wenn man in Venezuela im Straßenverkehr unterwegs ist, besonders mit dem Motorrad oder dem Fahrrad. Straßenverkehrsregeln existieren zwar, werden aber fast immer ignoriert und Verstöße nur sporadisch geahndet. Die Geschwindigkeitsbegrenzungen (40 km/h innerorts, 80 km/h außerhalb) werden sehr oft überschritten und rote Ampeln werden oftmals nur als Empfehlung aufgefaßt. Alkoholisiertes Fahren ist zwar offiziell nicht erlaubt, aber ein Bier oder Rum auf dem Armaturenbrett sind keine Seltenheit, besonders am Wochenende und in Ferienzeiten. Die Straßen haben oftmals Schlaglöcher, sind bei Nacht nicht sehr gut beleuchtet und können bei Regen sehr rutschig sein.

Mit dem Auto

Autos zu mieten ist bei Touristen sehr beliebt, und in den meisten Städte findet man an Flughäfen oder in Hotels Büros der international bekannten Autovermieter. Um ein Auto zu mieten muß man 21 Jahre oder älter (manche verlangen 23 oder 25) und im Besitz eines gültigen Führerscheins sein. Ein nationaler Führerschein wird zwar bei Aufenthalten von weniger als einem Jahr akzeptiert, es empfiehlt sich aber trotzdem, einen internationalen Führerschein mit sich zu führen. Bei Aufenthalten von mehr als einem Jahr ist es notwendig, einen venezolanischen Führerschein zu erwerben. Umschreibungen sind nicht möglich.Ein Auto zu mieten ist in Venezuela sehr teuer. Selbst für einen Kleinwagen muss man mit 70$ pro Tag rechnen. Die Tarife sind in verschiedenen Städten kaum unterschiedlich, nur auf der zollfreien Insel Margarita sind sie deutlich billiger. Mit dort gemieteten Fahrzeugen darf man die Insel allerdings nicht verlassen.Üblicherweise wird Bezahlung mit Kreditkate verlangt. Will man in bar bezahlen, müssen Kautionen zwischen 500 und 1000$ hinterlegt werden.Vollkaskoversichung ist normalerweise im Mietpreis nicht inbegriffen, und man tut gut daran, den Versicherungsschutz genau zu prüfen und ggf. zusätliche Versicherungen abzuschließen.

Um Diebstahl zu vermeiden, sollte man darauf achten, keine Taschen und Wertgegenstände im abgestellten Auto zu lassen.

Wenn man mit dem Auto in andere südamerikanische Länder fahren will, gibt es einige Dinge zu beachten. Es gibt keinen Grenzübergang nach Guayana, um dorthin zu kommen muß man über Brasilien fahren. Es gibt eine Straße zwischen Brasilien und Venezuela, die von Manaus nach Santa Elena de Uairén führt. Nach Kolumbien gibt es vier Grenzübergänge. Cúcuta nach San Antonio de Táchira ist der meistbenutzte. Man kommt auch über die Küstenstraße von Maicao nach Maracaibo oder von Puerto Careno nach Puerto Páez oder Puerto Ayacucho. Die Strecke zwischen Araucato und Amparo de Apure ist weniger sicher als die anderen. Wenn man beabsichtigt nach Venezuela zurückzukommen, sollte man ein gültiges Visum besitzen, oder eine unausgefüllte Einreisekarte (tarjeta de ingreso) mit sich führen, da diese normalerweise an den Grenzübergängen nicht verfügbar sind.

Mit dem Motorrad

Venezuela ist ein sehr schönes Land, um mit dem Motorrad erkundet zu werden. Trotzdem sind Miet-Motorräder, außer auf der Isla Margarita, wo man sogar Harleys mieten kann, kaum zu finden. Motorroller sind schon einfacher zu finden.Um ein Motorrad zu mieten braucht man eine Kreditkarte, den Reisepaß und einen gültigen internationalen Führerschein.Wer sein eigenes Motorrad nach Venezuela mitbringt, braucht auch die Zulassungspapiere. Wen man plant ein Motorrad mitzubringen oder zu kaufen, empfiehlt sich wegen der oft nicht sehr guten Straßenbedingungen eine Geländemaschine. Helme müssen zwar laut Gestz getragen werden, aber nur wenige halten sich auch daran. Es ist ratsam Schutzkleidung zu tragen und einen Regenoverall mitzunehmen und genügend Ersatzteile und Werkzeuge mit sich zu führen, da diese vor allem im Landesinneren schwer zu bekommen sind. Man sollte vermeiden, Gepäck auf dem unbeaufsichtigten Motorrad zu lassen. Viele Hotels bieten Abstellplätze an, oder erlauben es, das Motorrad innen abzustellen.


Mit dem Fahrrad

Mérida ist die einzige Gegend in Venezuela, wo Fahrradvermietungen zu finden sind. Wenn man sein eigenes Fahrrad mitbringt ist es empfehlenswert, einen Reparatursatz und genügend Ersatzteile dabei zu haben. Die meisten Straßen im Landesinneren sind relativ flach, und es empfiehlt sich auf Nebenstraßen zu bleiben, um den Verkehr zu meiden. Vorsicht ist beim Fahrradfahren in Städten angesagt, besonders in Caracas wo der Verkehr sehr dicht ist.


Per Anhalter

Per Anhalter zu fahren ist in Venezuela durchaus üblich, es kann aber auch gefährlich sein. Man sollte auf jeden Fall immer vorsichtig sein, und den gesunden Menschenverstand walten lassen, wenn man von jemand mitgenommen wird. Oftmals kann man auf der Ladefläche von LKW's oder Pick-ups mitfahren

Reisen zu Wasser

Fähren

Gran Cacique
Puerto La Cruz 081-630935 / 678501
Cumaná 093-320011 / 322589 FAX 334312
Margarita 095-298339 / 298439
Fahrplan:
Puerto La Cruz - Margarita (Punta de Piedras)
Abfahrt täglich: 6:45 / 16:00
Margarita (Punta de Piedras) - Puerto La Cruz
Abfahrt täglich: 10:00 / 19:00
Cumaná - Margarita (Punta de Piedras)
Abfahrt täglich: 7:00 / 14:00
Margarita (Punta de Piedras) - Cumaná
Abfahrt täglich: 11:00 / 18:00

Consolidada de Ferrys (CONFERRY)
Caracas 02-7828544 FAX 7930739
Puerto La Cruz 081-677817 / 678257 FAX 677090
Cumaná 093-331903 FAX 311462
Margarita 095-2619235 / 96159 FAX2 616361
Fahrplan:
Puerto La Cruz - Margarita (Punta de Piedras)
Abfahrt täglich: 1:00 / 6:00 / 8:00* / 13:00 / 16:00* / 18:00
Margarita (Punta de Piedras) - Puerto La Cruz
Abfahrt täglich: 0:00 / 7:00 / 11:00 / 12:00* / 19:00 / 20:00*
Cumaná - Margarita (Punta de Piedras)
Abfahrt täglich: 7:00 / 16:00
Margarita (Punta de Piedras) - Cumaná
Abfahrt täglich: 11:30 / 20:00
Coche - Margarita (Punta de Piedras)
Abfahrt Montag - Freitag: 6:00
Abfahrt Samstag und Sonntag: 6:00 / 18:00
Margarita (Punta de Piedras) - Coche
Abfahrt Montag - Freitag: 17:00
Abfahrt Samstag und Sonntag: 8:00 - 19:30

Weitere Informationen und Preise finden Sie auf www.conferry.com.ve

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