Insel Cubagua
Mit einer Fläche von nur 23 km2 ist Cubagua
die kleinste unter den drei Inseln des Staates Nueva
Esparta und zugleich jene mit der spärlichsten Vegetation.
Der Besuch lohnt nur, wenn man die Ausgrabungen an der
Punta Las Cabeceras besichtigen will. Dort haben
einheimische Archäologen in den 50er Jahren die Ruinen
von Nueva Cádiz sowie weitere
kolonialzeitliche Fundstätten freigelegt.
Rund zwei
Jahrzehnte, so lange nämlich, wie die Perlengründe
ausgebeutet werden konnten, erlebte die Stadt eine
glanzvolle Blüte und war für die Spanier das Symbol
einer erfolgreichen Eroberungspolitik. 1521 wurden die
ersten soliden Wohn- und Vorratshäuser errichtet, 1528
überschritt die Einwohnerzahl die Tausendergrenze - eine
in Anbetracht der Dürre der Insel beträchtliche Marke.
Doch der Handel mit Perlen und Sklaven ließ das
Geschäft blühen. Nach einem schweren Beben am
Weihnachtstag des Jahres 1541 und einem Überfall
französischer Korsaren 1543 wurde die Stadt jedoch
aufgegeben. Die heute sichtbaren Fundamente gehörten zu
öffentlichen und sakralen Gebäuden sowie zu den
Hafenanlagen. Ein Teil der Funde ist im Museo
Nueva Cádiz in La Asunción zu sehen.
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