La AsunciónLa Asunción


La Asunción ist, obwohl es nur 15.000 Einwohner hat, die Hauptstadt der Insel und des Bundesstaates Nueva Esparta. Hier haben nicht nur Beamte, sondern auch viele Künstler und Intelektuelle ihren Wohnsitz. Der Ortskern besticht durch die gut erhaltenen Kolonialbauten. Nur 10 km von Porlamar entfernt, kann man kurz vor der Ortseinfahrt auf der rechten Seite am Abhang des Cerro de Matasiete (680m; Nationalpark) eine weiße, von einem Kapitell gekrönte Säule sehen. Das als Columna de Matasiete bekannte Monument erinnert an den hier im Juli 1817errungenen Sieg der republikanischen Verteidiger Margaritas über die Spanier. La Asunción ist eine frühe spanische Gründung. Kapitän Pedro Gonzales Cervantes de Albornoz legte den Ort im Jahre 1565 zum Schutz vor Piraten im fruchtbaren Tal von Santa Lucia an. Trotzdem wurde das Städtchen bereits nach wenigen Jahren von Piraten geplündert und hatte bei einer Pestepidemie im Jahre 1648 mehr als 200 Opfer zu beklagen.Die Sehenswürdigkeiten gruppieren sich um die baumbestandene Plaza Bolívar, die zusammen mit den benachbarten Straßen in eine Fußgängerzone umgewandelt worden ist. Mit dem Bau der Kirche Nuestra Señora de la Asunción wurde 1570 begonnen; damit gehört sie zu den ältesten Gotteshäusern Venezuelas. Der mit einem Balkon versehene Glockenturm
Nuestra Señora de la Asunción wurde 1599, das Kirchenschiff 1617 fertiggestellt. Die Weihe fand 1621 statt. Seitdem wurden keine nennenswerten Veränderungen an dem Gebäude durchgeführt. Der zweistöckige Turm trägt eine Kuppel mit kegelförmigem Aufsatz, der von vier pyramidenähnlichen Zinnen umrahmt wird. Das Portal weist Renaissancezüge auf, der dreischiffige Innenraum wirkt äußerst romantisch.

Das Museo de Nueva Cádiz ist im ehemaligen Sitz der Kolonialverwaltung am nördlichen Ende der Plaza Bolívar untergebracht. In dem prächtig renovierten Gebäude, welches auch einen Palmengarten besitzt, werden neben einem eindrucksvollen Modell der Insel und religiösen Kunstwerken, darunter zwei gotische Holzfiguren des leidenden Christus (16 Jh.) aus der benachbarten Kirche, in zwei weiteren Räumen Fundstücke von der Insel Cubagua, darunter privitive Ausrüstungsstücke für Taucher, gezeigt.

La Asunción besaß früher eine Stadtmauer. Sie liegt heute in Trümmern. Gut erhalten ist jedoch die Brücke El Puente Viejo, die man bei Ankunft aus dem Norden überqueren mußte, um in die Stadt zu gelangen. Dieses für Margarita einzigartige Bauwerk besteht aus einer breiten Rampe und zwei massiven, aus Naturstein und Ziegeln gefertigten Trägern, die mit vier Türmchen geschmückt sind. Das Kleinod findet man an der Calle Fermín am Rande eines kleinen Parks, etwa 250 m vom Museum entfernt.

Am Ostende des Boulevard 5 de Julio liegen das Casa Municipal (Regionalverwaltung) und der Palacio Legislativo (Sitz der Gesetzgebenden Versammlung). Das mächtige Gebäude, das beide beherbergt (Bauzeit 1593-1617), diente ursprünglich den Franziskanern als Konvent und wurde später vielfach - u.a. als Hospital, Apotheke und Schule - zweckentfremdet.

Auf einem Sockel in der Nordwestecke des Palacio Legilativo steht eine Sonnenuhr aus dem Jahr 1612.

 

Castillo de Santa RosaAuf dem Hügel südlich der Stadt erhebt sich in hervorragender strategischer Lage das im späten 17. Jd. errichtete Castillo de Santa Rosa. Der damalige Gouverneur Juan Fermín de Huidobro entschloß sich zum Bau dieser Festung, nachdem eine Meute von 600 französischen Piraten im Januar 1677 die Stadt überfallen und verwüstet hatte. Der wuchtige Bau besitzt einen sternförmigen Grundriß, zwei mächtige Türme an der Bergseite und eine breite Bastion an der Talseite, von der aus man ganz La Asunción überblickt.