Dieses idyllische Hafenstädtchen mit ca.
15.000 Einwohnern befindet sich 9 km östlich von Porlamar und
ist dank seiner kolonalzeitlichen Bauten eines der schönsten
Ausflugsziele der Insel. Porlamar und Pampatar sind durch die
Avenida J. Villalba direkt miteinander verbunden. An der
Abzweigung nach Juangriego befindet sich die schneeweiße Kirche Los
Robles, El Pilar (1758), deren gedrungener Turm über
die Außentreppe zugänglich ist. Dieses für diese Region
typische architektonische Stilelement findet sich auch bei den
Kirchen von Pampatar und Santa Ana. Im Innenraum wird die
massivgoldene Skulptur der Virgen del Pilar
aufbewahrt, die der Kolonie angeblich im Jahr 1504 von Johanna
der Wahnsinnigen, Königin von Kastilien und Mutter Kaiser Karls
V., gewidmet wurde. Zu sehen ist diese jedoch nur jeweils am 12.
Oktober, dem Tag der Entdeckung Amerikas.
Pampatar wurde im frühen 16. Jh.
gegründet und war wegen seines Hafens in der Kolonialzeit
der wichtigste Handelsplatz der Insel. Der Ort hat viel
mehr von seinem ursprünglichen Charakter bewahrt als Porlamar
und wird von wohlhabenden Venezolanern als Zweitwohnsitz
geschätzt. Der Name leitet sich von dem indianischen Ausdruck
mampatare (mein Heim) ab.
Im rechts nach der Ortseinfahrt
gelegenen Casa de la Cultura befinden sich das
Stadtmuseum und eine Bibliothek. Kurz danach befindet sich die
sehenswerte Kirche Cristo de Buen Viaje und
gleich gegenüber das Castillo de San Carlos Borromeo.
Über dem Altar der Kirche befindet sich eine Darstellung eines
gekreuzigten Christus, dem die Fischer des Ortes wundersame Kräfte nachsagen. Die Legende besagt, daß
Pampatar dieses Bildnis einem spanischen Schiff verdankt, welches
im Hafen Schutz vor einem Sturm suchte und es erst wieder ablegen
konnte, nachdem man das Bildnis an Land zurückgelassen hatte.Vom
Bollwerk des Castillos aus hat man einen herrlichen Blick über
die Bucht von Pampatar. Die Burg beherbergt ein
kolonialhistorisches Museum (Porträts von Freiheitskämpfern,
Kriegsgerät).
Gegenüber liegt die Casa
Amarilla (auch Casa de la Aduana), welches heute von der
FONDENE (Gesellschaft zur Förderung Nueva Espartas) genutzt
wird. Sehr schön ist auch das Panorama von der anderen Seite der
Bucht, von der weitgehend verfallenen Festung El Fortín
de la Caranta.