Paktierte Demokratie

Vom "Pakt von Punto Fijo" bis zum Wahlsieg von Hugo Chávez

1958

23. Januar: Ein Aufstand beendet die Diktatur von Jiménez Pérez und der Oligarchie. Eine Junta aus Zivilisten und Militärs unter Leitung von Wolfgang Enrique Larrazábal Ugueto übernimmt die Regierung.

13. Mai: US-Vizepräsident Richard Nixon besucht Venezuela und provoziert gewaltsame Demonstrationen.

23. Juli: Putschversuch gegen die Junta

7. September: Putschversuch gegen die Junta

31. Oktober: Unterzeichnung des Pacto de Punto Fijo zwischen AD, COPEI und URD

7. Dezember: Romúlo Betancourt (AD) tritt seine sechsjährige Präsidentschaft an.


1959

1. Januar: Batista-Regime auf Kuba bricht zusammen, Sieg der Revolution unter Fidel Castro


1960

April: Spaltung der AD, Kämpfe um die Gewerkschaftsbewegung, bewaffneter Aufstand


1961

Betancourt bricht Beziehungen zu Kuba ab.


1962

Versuch eines Putsches durch KPV und MIR, Übergang zur Guerilla


1963

Auf- und Ausbau des Repressionsapparates, Raúl Leoni (AD) gewinnt die Präsidentenwahl.


1964-1969

Raúl Leoni (AD) tritt Betancourts Nachfolge an, innenpolitische Befriedung beginnt.


1965

KP zieht sich aus Guerilla zurück.


1968

Rafael Caldera wird Präsident, "nationale Befriedungspolitik", weitere Spaltung der AD.


1969-1974

Präsidentschaft von Rafael Caldera (COPEI)


1971

19. Januar: Trennung des Movimiento al Socialismo (MAS) von der KP Venezuelas


1973

11. September: Putsch gegen Salvador Allende in Chile


1974-1979

Erste Amtszeit von Präsident Carlos Andrés Pérez (AD)


1979

Juli: Nationale Sandinistische Befreiungsfront (FSLN) beendet Diktatur von Anastasio Somoza, nicht erklärter Krieg der USA gegen Nikaragua beginnt.


1979-1984

Luis Herrera Campins (COPEI) übernimmt das Präsidentenamt.


1981

Januar: Ronald Reagan wird US-Präsident.


1983/1984

Venezuela muß seine Zahlungsunfähigkeit verkünden.


1984-1989

Präsidentschaft von Jaime Lusinchi (AD)


1986

Otto Reich wird US-Botschafter in Caracas.


1989-1993

Zweite Präsidentschaft von Carlos Andrés Pérez (AD), der sofort neoliberale Reformen im Sinne des IWF umsetzt.

27. Februar: Die neoliberalen Reformen führen zu einem sozialen Aufstand in Caracas. CAP läßt das Militär den "Caracazo" blutig niederschlagen: 300-3000 Tote.


1992

4. Februar: Landesweiter Militärputsch – Operación Ezequiel Zamora scheitert in Caracas unter der Führung des Oberstleutnants Hugo Rafael Chávez Frías.

27. November: 2. erfolgloser Putschversuch gegen den Präsidenten Pérez


1993

Frühjahr: Der Kongreß enthebt Pérez wegen Korruption seines Amtes, CAP flüchtet in die USA .


1993-1994

Der Kongreß wählt Ramón José Velásquez (AD) zum Interimspräsidenten. Ende 1993 gewinnt Rafael Caldera (COPEI) die Präsidentenwahl.


1994-1999

Präsidentschaft von Rafael Caldera (COPEI)


1994

Hugo Chávez und andere Offiziere, die am Putsch von 1992 beteiligt waren, kommen frei.


1998

November: Parlamentswahlen, MVR auf zweitem Platz hinter AD

6. Dezember: Hugo Chávez (MVR) gewinnt die Präsidentenwahl mit 56% der abgebenen Stimmen. Es ist seine erste gewonnene Wahl.