Ein
Report des Verbandes der privaten Krankenversicherung
(PKV) enthüllt die schlimmsten Fälle:
Eine Touristin ließ sich von
einer Klinik in Neu-Delhi eine Rechnung in Höhe von rund
5000 Mark ausstellen - für stationäre Behandlung im
"klimatisierten Krankenzimmer". Die Kasse
ermittelte: Die Reisende hatte nicht in Indien, sondern
in England Urlaub gemacht, sich die fingierte Rechnung
über einen Bekannten aus Indien besorgen lassen.
Ein praktischer Arzt in Caracas
(Venezuela) stellte mehreren Touristen u.a. wegen
Behandlung von "fiebrigen Virusinfekten"
Rechnungen von 1600 bis 2000 Mark aus. Über die deutsche
Botschaft fand die Krankenversicherung heraus: Die
Behandlung hatte nur 7,50 Mark gekostet.
Ein Mitarbeiter der deutschen
Botschaft in Islamabad (Pakistan) reichte bei seiner
Krankenversicherung eine Rechnung über 1000 Mark ein,
ausgestellt von einem "Saba-Medical-Center".
Das angebliche Krankenhaus entpuppte sich als kleine
Arztpraxis, die Behandlung (wegen Lebensmittelvergiftung)
hatte nur 100 Mark gekostet.
Christian Weber vom Verband der
privaten Krankenversicherung (PKV): "Wir kennen nur
die Spitze des Eisberges. Je exotischer das Reiseland
ist, desto häufiger erhalten die Versicherungen
gefälschte Rechnungen."
(ros/rok)